Über mich
Frank Bültge
Ich arbeite mit Daten. Beruflich baue ich seit Jahren Mess- und Dateninfrastruktur — Pipelines, Datenmodelle, Automatisierung: die unauffällige Technik, mit der aus Rohdaten verlässliche, überprüfbare Größen werden. Diese Seite ist nicht dieser Beruf. Sie ist mein öffentliches Experimentierfeld — und mein praxisbasierter Weg hin zu einer künstlerischen Forschung. Was hier steht, sind Versuche und erste Annäherungen, kein fertiges Werk.
Worum es geht
Mich interessiert, was Messung sichtbar macht und was sie übersieht — und die unsichtbare Infrastruktur dahinter: Quellen, Standards, Rechenwege, Archive. Daraus entstehen kleine, laufende Experimente, die etwas aus offenen Datenquellen zu messen versuchen, ihre Quellen nennen und offenlegen, wie sie gemacht sind.
Hintergrund
Der Weg zur künstlerischen Forschung ist für mich keine neue Richtung, sondern eine Wiederaufnahme — aber ein Weg, kein Ankommen. Lange habe ich nicht künstlerisch geforscht, sondern mit Daten, Messung und Technik gearbeitet. Diese Jahre waren kein Umweg: Sie haben das Material und das Handwerk gebracht, mit dem ich die alte Frage heute praxisbasiert bearbeiten kann.
Beruf als Fundament
Die berufliche Datenpraxis bleibt wichtig — als methodisches Fundament, nicht als Schaufenster. Sie sorgt dafür, dass eine Messung haltbar, quelliert und nachvollziehbar ist. Den beruflichen Teil halte ich davon getrennt.
Wo das eigentliche Arbeiten passiert
Das gestaltete, fertige Arbeiten lebt heute in meinen Projekten — datavism.org und Teile von data-snack.com. Diese Seite ist das Experimentierfeld davor: Vorstudien und Versuche. Linien dorthin ziehe ich später.
Haltung
Substanz vor Anspruch, Quelle vor Deutung. Ich behaupte nichts, was die Experimente nicht zeigen — und nicht, schon dort zu sein, wo ich hinwill. Verworfene Versuche bleiben sichtbar.